Teilprojekt 3:

Dietmar Pohl

Umweltwahrnehmung

Naturerfahrungen und Naturzugänge von Grundschulkindern

 

In dem Forschungsvorhaben im Rahmen des FuN-Kollegs „Umweltbildung in der Grundschule“ soll untersucht werden, auf welche Weise Grundschulkinder zu Natur-erfahrungen kommen und wie sich unterschiedliche Naturzugänge auf andere Variablen des Umweltbewusstseins der Kinder auswirken. Von Interesse sind hier vor allem die Variablen „Interesse an Natur“ und „emotionale Verbundenheit mit der Natur“. Vor dem Hintergrund einer Förderung nachhaltiger Entwicklung sollen die Ergebnisse der Studie Konsequenzen für eine Verbesserung des Sachunterrichts aufzeigen.

Bisherige Studien zu Naturerfahrungen, so z.B. von S. Bögeholz (1999), A. Lude (2001) und Kals (et al., 1998) kamen zu dem Ergebnis, dass Naturerfahrungen sich positiv auf ökologisches Handeln auswirken. Diese Aussage wurde allerdings vorwiegend für Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe I sowie Erwachsene getroffen. Aus diesem Grund sollen im Verlauf der Studie Messinstrumente entwickelt werden, welche Aussagen zum Umwelt-bewusstsein von Grundschulkindern ermöglichen.

Der Einfluss von Naturerfahrungen auf das Interesse von Kindern soll quantitativ mit Hilfe eines Fragebogens erhoben werden.; Zugänge zur Natur sollen mit Hilfe von halbstandard-isierten Befragungen (Leitfadeninterviews) dargestellt werden. Angesichts fortschreitender Entfremdung von natürlichen Lebensräumen und der Abnahme unmittelbarer Natur-erfahrungen werden auch die Auswirkungen indirekter, medienvermittelter Naturerfahrungen thematisiert.

Bisher wurde anhand von Schülernennungen zum Begriff „Natur“ ein Assoziationsprofil erstellt; die Ergebnisse dienten der Spezifizierung der Fragestellungen.

Folgende Arbeitsschritte sind für das Jahr 2002 geplant:

 

1. Pilottestung mit erster Auswertung des Fragebogens und des Leitfadeninterviews

2. Parallele Erhebung durch Fragebogen und Interviews

 

 

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